Der Karikaturist und Autor mehrerer Bestseller, Werner Küstenmacher, gibt einen kleinen, aber feinen Tipp für Ihren Alltag.
Der Mensch ist das einzige Tier, bei dem die Kopfhaare endlos wachsen, wenn man sie nicht abschneidet. Die Mähne von einem Löwen oder einem Pferd hört mit dem Wachsen irgendwann auf. Warum ist das beim Menschen anders? Für die Forscher ist das seit langem ein Rätsel.

Nun glauben Anthropologen, es gelöst zu haben: Es sind soziale Gründe. Die ersten Menschen waren durch die langen Haare gezwungen, sich gegenseitig zu pflegen - Haare schneiden, flechten, waschen, dekorieren. Dadurch stärkte sich der Zusammenhalt in der Gruppe. Und man konnte sich als Gruppe ein gemeinsames Aussehen geben, sich also als Gruppe erkennbar machen. Einer der ältesten Berufe der Welt waren - die Friseure. Dadurch wurde das Leben auch sicherer. Denn so mancher Verwandter mit normalem Tierfell auf dem Kopf wurde vor 50.000 Jahren noch als Beutetier gejagt.
Das ist doch eine schöne Einsicht: Wir Menschen sind - schon wegen unserer Haare - nicht geschaffen fürs Alleinsein. Ja, vielleicht verdanken wir sogar unseren Aufstieg vom affenartigen Geschöpf zum Menschen unserer Haarpracht. Sehen Sie's doch mal so.
Das ZDF ist für den Inhalt externer Webseiten nicht verantwortlich