Wenn die eigenen Eltern im Alter pflegebedürftig werden, dann bedeutet das für die erwachsenen Kinder oftmals eine enorme Belastung - organisatorisch, aber auch emotional. Wir stellen Ihnen Bücher vor, die helfen, mit dieser Situation umzugehen.

Zwischen Liebe, Wut und Pflichtgefühl
Frieden schließen mit den älter werdenden Eltern
Von Cornelia Nack
Broschiert - 223 Seiten
Kösel-Verlag 2004
Nicht immer ist es leicht, sich mit der Pflegebedürftigkeit der Eltern im Alter zu arrangieren. Oft belastet der sich anbahnende Rollentausch die Beziehung zu den eigenen Eltern oder alte Konflikte drohen wieder aufzubrechen. Im Vordergrund dieses Buches stehen neben Sachtexten persönliche Erfahrungsberichte. Zudem beschreiben Psychotherapeuten in Interviews Familienkonflikte und deren therapeutische Bewältigung, sodass eine Wiederannäherung in der letzten Phase des Lebens möglich ist.

Wenn die Eltern älter werden
Ein Ratgeber für Erwachsene Kinder
Von Helga Käsler-Heide
Broschiert - 259 Seiten
Beltz Taschenbücher 2009
Sich offen mit dem Alterungsprozess der Eltern auseinandersetzen und ihn auch zum Gesprächsthema machen, damit erst gar keine Schuldgefühle und Missverständnisse aufkommen, dazu ermutigt Helga Käsler-Heide in ihrem Buch. Einfühlsam schildert sie anhand vieler Alltagsbeispiele den Rollenwechsel, der sich allmählich zwischen Eltern und Kindern vollzieht. Auch schwierige Themen wie die hohen Erwartungen von außen, die Gefühle der Eltern oder die Auseinandersetzung mit dem nahenden Tod werden in diesem Ratgeber ausführlich behandelt.

Ich will dich doch erreichen
Begegnungen mit demenzkranken Menschen ermöglichen
Hilfen für Angehörige und Pflegende
Von Rosmarie Maier
Broschiert - 201 Seiten
Kösel-Verlag 2009
Die Kernaussage dieses Buches lautet: Trotz ihrer Demenz sind die Betroffenen erreichbar. Die Autorin, selbst examinierte Altenpflegerin, gewährt Schritt für Schritt Einblick in diese fremde Welt und lehrt den wertschätzenden Umgang mit demenzkranken Menschen. Das Buch bietet die notwendigen Schlüssel und Ansätze aus denen heraus man mit demenzerkrankten Personen in Kommunikation treten kann. Es ist sowohl für Angehörige als auch für Pflegende hilfreich und bietet über die vielen Fallbeispiele eine Menge an wissenswerten und praktischen Hinweisen. Für manch einen vielleicht ungewöhnlich: Am Ende des Buches finden sich Rituale, Liedtexte, Andachtsformen und Gebete, die es ermöglichen, die Demenzkranken auch religiös-spirituell angemessen zu begleiten und Trost zu spenden.