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10. Februar 2012
 

sonntags

 
sonntags, 9.02 Uhr
Die O-Ton-Piraten auf der Bühne. Quelle: ZDF
Travestie der anderen Art: Die O-TonPiraten präsentieren ihr neustes Spektakel "Kolossal Sandalös".

Schwerpunkt

"Kolossal Sandalös"

Das neue Spektakel der Berliner O-TonPiraten

Mit fetzigen Tänzen wirbeln fünf Travestie-Künstler über die Bühne. O-TonPiraten nennt sich die Truppe, die im Berliner Szene-Theater "Schalotte" ihre Show abzieht. Ein Puzzle aus Filmzitaten und Soundtracks, das weit über bloße Travestie hinausgeht.

 
 
 
 

"Kolossal Sandalös" heißt das neue Programm der O-TonPiraten. Denn die Stöckelschuhe wurden hier einmal ausgetauscht gegen Sandalen. Der Grund: Die Show ist im alten Rom angesiedelt, "Römisch Fünf" so der Titel, und da gab es nun mal noch keine High-Heels.

 

Geboten wird ein Playback-Spektakel, das mit einem schnellen Ritt durch die Zeitgeschichte jagt - von den alten Römern bis hin zu Cäsar, Brutus und Cleopatra. Eine amüsante Vorlage für Klamauk erster Güte.

Die O-Ton-Piraten auf der Bühne. Quelle: ZDF
ZDF
Schelmisches Spektakel

Singen im Fremdtempo

Ein Programm voller Zitate aus Leinwandklassikern, Monumentalschinken und Komödien. Und aus all diesen Schnipseln entsteht eine ungewöhnliche und ziemlich rasante Playback-Show. "Die machen nichts Originales, aber es ist so originell, was die machen. Es ist eine ganz andere Art von Theater", sagt eine Zuschauerin.

 

Musik, Gesang, Text - alles ist für die Voll-Playback-Show vorher aufgezeichnet. Die Schauspieler müssen die Filmzitate lippen-synchron präsentieren. Und das ist keine leichte Übung: "Man muss den Text schon auswendig können, aber dabei ein Fremdtempo annehmen, und das ist das Schwierige", sagt O-TonPirat Jochen Paul.

Die O-Ton-Piraten auf der Bühne. Quelle: ZDF
ZDF
Wer ist die Schönste?

Wie aus fünf fünfzig Darsteller werden

Die fünf Akteure schlüpfen dabei immer wieder in neue Kostüme. Mindestens 17 Rollen hat jeder Darsteller zu bewältigen. Für den Kostümwechsel bleiben nur Sekunden. So werden aus fünf Schauspielern fünfzig, die dabei das Publikum immer wieder in Verwirrung stürzen. Denn nicht nur die Kostüme werden gewechselt, für jede Rolle findet ein kompletter Maskenwechsel statt.

 

Jahrzehntelange haben die fünf auf der Bühne mit dem Wechsel der Geschlechtsrolle experimentiert. Heute geht es ihnen schon längst nicht mehr darum, wer die schönste Frau abgibt. "Es ist nicht Travestie, was wir hier machen", sagt O-TonPirat Ichgola Androgyn, "eher Verwandlungskunst, Theater und so was wie den Kindheitstraum weiterleben."

 
 
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